Forschung auf Augenhöhe – das neue Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit

Das neue Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) hat sich hohe Ziele gesetzt: Strukturelle, langfristige Forschungsförderung und der Zusammenschluss verschiedener Forschungseinrichtungen sollen den Durchbruch in der Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen bringen. Prägend für den Forschungsansatz des DZPG ist der Fokus auf den gesamten Lebenszyklus des Menschen. So sollen die komplexen Verläufe von Erkrankungen, die sich bereits früh im Leben eines Menschen entwickeln, besser verstanden werden. Neu ist zudem der partizipative Ansatz. Betroffene sind nicht nur Studienobjekte, sondern werden als Expertinnen und Experten in den gesamten Forschungsprozess einbezogen.

Silke Lipinski 
Mitglied des Trialogischen Zentrumsrats des DZPG:

„Die aktive Mitarbeit von Betroffenen und Angehörigen an der Konzeptentwicklung und Planung von Studien ermöglicht es, Forschungsprojekte an ihren Bedürfnissen auszurichten, die Erfolgschancen von Therapien zu erhöhen und den Betroffenen das Gefühl zu geben, verstanden und unterstützt zu werden. Daher ist ein Hauptziel des DZPG, einen hohen Standard für Partizipation zu etablieren und dabei beispielgebend zu sein.“

Kongressveranstaltungen zum Thema
  • Mi. 13:30 Uhr, Symposium: Partizipative und kollaborative Forschung und Patientenbeteiligung in der Sozialpsychiatrie
  • Do. 08:30 Uhr, Symposium: Partizipativ forschen in der Psychiatrie – aber wie? Von der Theorie zur Praxis
  • Fr. 13:30 Uhr, Symposium: Auf Augenhöhe in der Forensik
Literatur

Meyer-Lindenberg A et al (2023) The future German Center for Mental Health (Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit): a model for the co-creation of a national translational research structure. Nature Mental Health 1:153–156. https://doi.org/10.1038/s44220-023-00026-y

Dziobek I, Bea, M, Drechsel, B et al (2022) Die Beteiligung von Betroffenen und Angehörigen am Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit. Nervenarzt 93: 300–301. https://doi.org/10.1007/s00115-021-01249-z

Kontakt

Silke Lipinski

Die Psychologin ist Mitglied und vormalige Sprecherin des Trialogischen Zentrumsrats des DZPG. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin und fokussiert sich dort auf den Arbeitsschwerpunkt ambulante Psychotherapie für Erwachsene im Autismus-Spektrum.

Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg

Der Präsident der DGPPN leitet das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und ist einer der beiden Gründungssprecher des DZPG.

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